In erster Linie hatten wir viel zu tun. Der Garten sah furchtbar aus und meine neue Sense war nicht mehr vor Abreise eingetroffen. Mit dem graesslichen Motorgeraet zu maehen hatte ich keine Lust. Dann war eine Ecke vom Holzstapel zusammengebrochen und musste neu geschichtet werden. Kind und ich haben ausserdem noch Moebel angestrichen. Der Mann hat derweil am Balkonholz geschliffen und gepinselt. Wenn man mit so Baustellen anfaengt, findet man ja gleich noch was neues, schlimm. Ausserdem gefunden habe ich massenhaft Fotos des Hauses aus den letzten 40 Jahren. Auch interessant.
Gemaess des selbstgesteckten Ziels, bei jedem Aufenthalt wohin zu fahren, wo wir vorher noch nicht waren, haben wir uns zwar nicht, wie geplant und hier berichtet, nach Locarno zum Standseilbahnfahren aufgemacht, dafuer aber in einen anderen Teil des Tessins und da, aehem, “das Angenehme mit dem Nuetzlichen verbunden” – naja, so aehnlich.
Wir sind also nach Lugano gefahren, nach ein paar Tagen Regen war auch ploetzlich wieder Kaiserwetter und haben uns mal ganz andere Ecken des Tessins angesehn. Zunaechst mal den Ikea (nuetzlich), da wir ein neues Bett kaufen mussten. Das war ja schlimmer, als zuhause zu Ikea gehen, zumal man absolut keinen Parkplatz bekam. Mit vollgepacktem Auto ging es dann zu Familie B., die ein Haeuschen am Lago di Lugano ihr eigen nennt. Nicht ganz die 5 Millionen Villa, von denen etliche nebendran stehen, denn das Haus, das urspruenglich auch nur aus einem Zimmer bestand, gehoert der Familie schon seit 50 Jahren. Aber schon ein schickes Ding mit wunderbarem Blick auf den See und nem ziemlich flotten Boot dabei!
Mit dem Boot kurvten wir dann auch noch ein bisschen rum, bis die Sonne schlagartig hinter dem Berg verschwand (16h) und alle anfingen zu frieren.
Fuer den Rueckweg entschieden wir uns die Faehre (Traghetto) von Laveno nach Verbania – sehr nett, aber nicht ganz billig. http://www.navigazionelaghi.it/ita/m_illago.html